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Boris´Alltag !

Meine Kolumne:   Es ist doch immer irgendetwas !

Irgendwo_auf_der_Welt ...

 

 

 

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Irgendwo_auf_der_Welt, 15. September 2026 

– Es ist für die vielen kleinen Lebewesen manchmal schwer, sich in dem ganzen Haufen zurecht zu finden. Der Haufen ist aber ihre Welt und in ihrer Welt muss Ordnung herrschen. Es muss gerecht zugehen. Zu große Unzufriedenheit unter den kleinen Lebewesen ist gefährlich und Langeweile manchmal auch.

Ihr Haufen ist mitten im riesigen Wald. Es ist nur ein kleiner Haufen, aber für sie ist ihr Haufen das Wichtigste in diesem riesigen Wald. Deshalb kümmern sie sich um den Wald nicht sonderlich. Die kleinen Lebewesen in diesem Haufen leben in unterschiedlich großen Gruppen. Der Haufen ist eigentlich ganz genau aufgeteilt. Jeder muss sich an Regeln halten, die sie sich aber leider immer noch nicht verbindlich für alle im Haufen gegeben haben. Es gibt im Haufen daher oft großen Streit. Die großen Streite werden irgendwann dazu führen, dass der Haufen in die Luft fliegt, weil er so wichtig war. Es gibt aber auch kleine Streite.

Betrachten wir lieber zuerst die kleinen Streite. Diese kleinen Streite erleben die kleinen Lebewesen in ihren Gruppen, in denen sie zusammenleben. Die kleinen Streite sind oft nicht so schlimm. Sie können sogar eher gut sein. Es gibt nämlich Gruppen in diesem Haufen, die sich verbindliche Regeln gegeben haben. Diese Gruppen haben aus den verheerenden Folgen gelernt, die eintreten, wenn man nicht miteinander streiten darf. Sie haben gelernt, dass das einzelne kleine Lebewesen dann bald keine eigene Meinung haben darf, wenn streiten verboten ist. Eine wichtige Regel für diese Gruppen ist, dass sie über die Regeln selbst abstimmen lassen, und dass die Mehrheit der kleinen Lebewesen der Gruppe über die Regeln entscheidet. Ganz erfahrene Gruppen haben sich sogar Regeln gegeben, die unveränderlich sind und von Niemandem, keiner anderen Gruppe im Haufen und auch nicht von ihnen bisher Unbekannten aus dem riesigen Wald abgeschafft werden können. Diese wichtigen Regeln zu schützen, ist eine wichtige, aber schwere Aufgabe. Dieser Schutz gelingt dann, wenn sich die kleinen Lebewesen darin einig sind, welch großer Wert es ist, ein Leben in Würde, Freiheit und Gleichberechtigung führen zu können. In diesen Gruppen darf jeder seine Meinung frei äußern, solange der den anderen nicht beleidigt oder herabsetzt. In den Gruppen, in denen jeder seine Meinung sagen darf, wird oft gestritten. Diese kleinen Streite sind meistens die Streite um die besten Ideen für ein funktionierendes, humanes Zusammenleben.

Jetzt ist es so weit. Viele kleine Lebewesen einer kleinen Gruppe haben deutlich gemacht, dass sie unzufrieden sind. Das konnten sie, weil sie ihre Freiheit nutzten. Sie nutzten die Freiheit wählen zu dürfen. Jetzt fühlen sich viele stärker als die anderen. Vermutlich haben ihnen einige Zungen gesagt, dass die bestehenden Regeln alle schlecht für sie sind. Das dürfen diese Zungen auch. Sie dürfen es garantiert jeden Tag an allen 365 Tagen des Jahres und auch vierundzwanzig / sieben.

Hoffentlich wird allen in der Gruppe, egal ob jung oder alt, arm oder reich nun klar, wie böse diese Zungen sind. Denen, die sich nun so stark fühlen, weil sie so viele geworden sind, sollte jetzt einfallen:

 

Wir hatten früher schon einmal solche kleinen Strolche in unserer Gruppe, auch ganz kleine Lebewesen wie wir, die sagten, alles sei schlecht und wir seien die Größten. Das hat viel Leid gebracht und Millionen Lebewesen den Tod.

Noch könnten sie ihr jetziges Leben bewahren und es selbst durch ihr Wahlrecht lösen:

 

Es geht um große Freiheiten für alle- keine Mehrheit für solche kleinen Strolche!

 

Die anderen Gruppen des Haufens sind gerade überwiegend mit sich selbst beschäftigt und keiner kümmert sich um das Ganze. Hoffentlich fliegt der bunte, schöne Haufen, in dem wir alle leben, noch nicht so schnell in die Luft.

Übrigens: Den riesigen Wald würde das kaum jucken.

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Alles wird gut !

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